Faszientherapie

Faszientherapie

Der Körper ist durchzogen von Faszien. Durch Verletzungen oder Bewegungsmangel verdrehen oder verkleben die Fasern dieses Kollagenbindegewebes. Schmerzen oder Sensibilitätsstörungen sind die Folge. Eine spezielle Therapie kann dagegen helfen.

Unter Faszien versteht man alle kollagenen, faserigen Bindegewebe als Teil eines körperweiten Netzwerks. Faszien umgeben jeden Muskel, jedes Organ und jede Bandstruktur und vernetzen so unseren ganzen Körper. Sie ermöglichen Bewegungsfreiheit der Gelenke in vielerlei Richtungen.

Die kollagenen Fasern sind normalerweise parallel zueinander angeordnet. Doch durch Fehl- oder Überbelastung ebenso wie durch Bewegungsmangel können sie sich verdrehen, verkleben oder verfilzen. Die Folge können Gelenk- oder Rückenschmerzen, fehlendes Balancegefühl, Taubheitsgefühl oder Kribbeln sowie Bewegungseinschränkungen sein. Bei ständigem Stress erhöht sich der fasziale Tonus, das Zusammenziehen der Faszien. Dies äußert sich durch Verspannungen oder Steifheit im ganzen Körper.

Dagegen hilft eine gezielte Faszientherapie.
Durch die gezielten Griffe des Osteopathen lösen sich die verdrehten oder verklebten Fasern. Die Wirkung soll der Patient unmittelbar spüren, in dem er weniger Schmerzen hat und beweglicher ist.
Die Behandlung ist geeignet für akute ebenso wie für chronische Beschwerden. Aber auch jeder Patient selbst kann etwas tun: Wer sich zu mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung aufrafft, kann innerhalb von sechs Monaten bis zwei Jahren ein ehemals sprödes Fasziennetzwerk in ein belastbares und flexibles Fasernetz umbauen.